Emissionsquelle

Fernwärmenutzung

Von den wesentlichen Unternehmen der Darmstädter Stadtwirtschaft sind neun Unternehmen ganz oder teilweise an das kommunale Fernwärmenetz angeschlossen:

  • Eigenbetrieb für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen (EAD)
  • Eigenbetrieb Immobilienmanagement der Wissenschaftsstadt Darmstadt (IDA)
  • Eigenbetrieb Bürgerhäuser der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • Eigenbetrieb Kulturinstitute der Wissenschaftsstadt Darmstadt
  • ENTEGA und Tochtergesellschaften
  • Klinikum Darmstadt GmbH
  • Sparkasse Darmstadt
  • Wissenschafts- und Kongresszentrum Darmstadt GmbH & Co. KG (WKD)
  • bauverein AG

Der Energieverbrauch durch Fernwärmenutzung der Darmstädter Stadtwirtschaft beläuft sich auf insgesamt 35.060 MWh in 2021. Im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme von 8,8 %. Der Energieverbrauch durch Fernwärmenutzung korreliert in hohem Maße mit der durchschnittlichen Außentemperatur. Je kälter der Winter, umso höher der Bedarf an Energie und damit auch die CO2-Emissionen. In diesem Zusammenhang besteht ebenfalls eine Korrelation mit der energetischen Qualität der Gebäude sowie den energetische Verlusten bei hohen Leitungstemperaturen.

Die ENTEGA hat das Ziel die Nutzung von Fernwärme in Darmstadt zu erhöhen. Dazu sollen, durch eine Kooperation mit der bauverein AG, Liegenschaften in unmittelbarer Nähe des aktuellen Fernwärmenetzes an dieses angeschlossen werden. Darüber hinaus werden Energieeffizienzmaßnahmen geprüft. Beispielhaft sei hier das Projekt DELTA genannt. Durch die Integration eine Wärmeübergabestation mit Wärmepumpe soll die im industriellen Kühlwassernetz gesammelte Abwärme der Firma Merck auf ein höheres Temperaturniveau gehoben und zusammen mit der Abwärme im Niedertemperaturnetz an die Fernwärmeversorgung der ENTEGA zur Wärmeversorgung von Wohnquartieren übergeben werden. Das Klinikum Darmstadt prüft die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen durch Wärmerückgewinnung und plant die Nutzung von Abwärme zur Energieversorgung bis 2030.